Bunte Socken @ Silvester in Hasendorf

Nach meiner letzten Geburtstagsjamsession startete ich einen Aufruf im Haus auf der Suche nach ein paar Motivierten für eine Mini-Band für die Silvesterfeier im Wohnprojekt Hasendorf. Am Ende hat es tatsächlich geklappt – und vielleicht wird aus den Bunten Socken ja tatsächlich noch so etwas wie eine Haus-Band…

Intro

Dabei sah es zunächst lange eher danach aus, dass ich mit der Gitarre eine größere Gruppe singender Frauen begleiten würde. Ist auch nett, aber nicht das, was ich unter »Band« verstehe und noch weniger, was mir vorschwebte. Glücklicherweise war Uschi motiviert zu trommeln und leihte sich dafür Menes E-Schlagzeug aus und Agnes musste ich auch gar nicht überreden zur Geige zu greifen.

Live-Set

Wir organisierten uns über eine Telegram-Gruppe, der mal mehr, mal weniger Hasen angehörten. Haigu war sowieso durchgehend hochmotiviert zu singen – und wurde unsere Front-Frau –, Lea und Theresa konnten aus terminlichen und gesundheitlichen Gründen nie wirklich einsteigen, Anna musste fürs Schlagzeug nach dem bösen Sturz ihrer Mutter auch absagen und Dani an den Tasten ins Boot zu holen klappte so knapp leider auch nicht mehr. Wie immer war es nicht leicht, Termine zum Proben zu finden, aber ganze zwei (!) jeweils zweistündige Proben gingen sich dann doch noch vor unserem Prien-Urlaub aus, sowie am Vorabend eine Generalprobe, in welcher spontan noch Mario am Schlagzeug und sogar E-Bass einstieg, und dann folgte schon der Gig.

Bad Moon Rising

Dieser Liedvorschlag kam glaube ich von Haigu, die das auch schon an der Seite meines Papas auf meiner Geburtstagsfeier inbrünstig gesungen hatte. Etwas arger Text vielleicht, andererseits aber vielleicht auch so etwas wie ein Sign o’ the times in diesen prä-apokalyptischen Zeiten? Wir hatten jedenfalls Spaß und dass Agnes ein kleines Violin-Solo auf ihrer unmittelbar vor dem Konzert schwer verstimmten Geige – konnten Agnes und ich noch retten – spielt, schiebt den Song in eine gut passende folkige Ecke:

Let It Be

Gewünscht wurde auch eine Beatles-Nummer, ich glaube von Uschi und ursprünglich war es When I’m Sixty-four. Nun hatte ich eine Handvoll Laien zu organisieren und es gibt so gut wie keinen wirklich einfachen Beatles-Song… dann fiel uns Let It Be ein, »das bleibt durchgehend in einer Tonart, das bekommen wir hin«, dachte ich mir, und ja, das Ergebnis kann sich für die Umstände hören lassen:

Don’t Worry, Be Happy

Dieser Vorschlag kam dann von mir, ich finde der Text passt gut zu einem Wohnprojekt. Und bei nur drei Akkorden und einer weitgehend pentatonischen Melodie – »Was soll da schon schiefgehen?«, dachte ich mir. Naja, da hatte ich den Genius Bobby McFerrins schwer unterschätzt :D die Melodie hat es mehr als in sich. In Prien fand ich beim Hören und Dazuschrammeln noch eine coole Bassline und umso mehr freute ich mich, dass Mario am Nachmittag der Generalprobe spontan einstieg. Die Bassline konnte ich ihm zwar nicht mehr in der Form vermitteln, aber dass hier der Bass mitgroovt hat unser Arrangement deutlich verbessert:

Sollten die Bunten Socken bestehen bleiben freue ich mich darauf, an unserer Version dieses Stücks weiterzuarbeiten :)

Encore

Der allererste Live-Musik-Act bei einer Silvesterfeier im Wohnprojekt Hasendorf war zwar von vornherein A gmah’de Wies’n – aber trotzdem schön, dass unser Auftritt so gut ankam :) Wir spielten nach Publikumsvoting noch einmal Let It Be als Zugabe.

Outro

Im Anschluss warben Agnes und Haigu ganz euphorisch für unsere kleine Aktion, erzählten von den Proben, davon wie gut es tue, gemeinsam zu musizieren, wenn es einem nicht gut gehe (meine Rede!), und priesen mich überschwänglich als Band-Leader mit »viel Geduld«, der »auch den größten Wapplern alles in Ruhe erklärt« und »für jede und jeden einen Platz und eine Rolle in der Band findet«. Das schmeichelt mir sehr und mir fiel es gar nicht schwer mit den Motivierten, die am Ende noch da waren, diesen kleinen allerersten Auftritt umzusetzen. Mich würde es sehr freuen, wenn sich mehr daraus entwickeln sollte und die Besetzung an den Instrumenten zunimmt. Direkt im Anschluss bat Mene darum, in die Gruppe aufgenommen zu werden. Und dieses Jahr werden bei uns im Haus drei vierzigste und ein sechzigster Geburtstag gefeiert – es geistern jetzt schon allerlei Auftrittsideen durchs Haus…

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