Die nächste und voraussichtlich letzte Etappe für dieses Jahr ist geschafft: Mit Alex ging es auf Mountainbikes ins Leithagebirge und dann längs entlang des Bergrückens und immer nahe der Landesgrenze zwischen Niederösterreich und Burgenland nach Eisenstadt. Was ich als gemütlichen Ausflug auf Forstautobahnen eingeschätzt hatte entpuppte sich über viele Teilstrecken als kräftezehrende Mountainbike-Tortur – mehr hätten wir heute definitiv nicht geschafft.
Hoch ins Leithagebirge ging es weitgehend über die erwarteten Forstautobahnen. Das war ob des Anstiegs anstrengend, aber definitiv machbar. Spannend wurde es ab unserer ersten Abzweigung auf einen Wanderweg nach rund einer Stunde. Wir waren eh froh über die Abwechslung. Ab hier ging es häufig auf Singletrails und manchmal auf sehr rudimentär angelegten Forstwegen immer hügelauf und hügelab entlang des Bergrückens gen Süden. Das erste Mal absteigen und schieben mussten wir hoch zur Franz-Josefs-Warte auf dem Steinerwegberg; im Wald nervten uns die vielen Gelsen und anderen Insekten. Oben machten wir eine kleine Jause, nicht ahnend, was uns noch erwarten würde.
Nach der Jause ging es wieder auf einem Wanderweg steil bergab. Es folgte ein wildes Auf und Ab aus knackigen Anstiegen – von denen ich sehr viele schieben musste – und technischen Abfahrten über Stock und Stein – von denen mein fahrerisches Können mehr als nur gefordert war. Anders als bei einer Rennrad- oder Packtaschentour war das hier ein intensives Intervalltraining und es waren ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefordert. So anstrengend bin ich noch nie Mountainbike gefahren. Sehr, sehr fordernd – aber auch sehr schön.

Fototechnisch sah es diesmal leider schlecht aus. Alex und ich waren beide so gefordert von der Strecke, dass wir dafür kaum Gedanken hatten. Dazu kam bei mir eine recht leere Batterie, eine Powerbank, die mehr schlecht als recht laden wollte und – natürlich ausgerechnet heute – ein voller Speicher, sodass ich zunächst keine neuen Fotos machen konnte. Für alle diese Probleme hatte ich bei der Anstrengung absolut keine Nerven. Dafür gibt es ein paar Fotos vom Start der Strecke – als wir noch frohen Mutes waren :D – und immerhin eines vom höchsten Punkt der Strecke auf der Franz-Josefs-Warte.






Strava
Karte
Höhenprofil

Ausblick
Das dürfte es dann für dieses Jahr gewesen sein. Um den 20. Juli herum kommt unser drittes Kind auf die Welt und dann wird es wieder für ein knappes Jahr nichts außer Familienleben und Erwerbsarbeit geben – jedenfalls keine Zeit für Abenteuer dieser Art.
Grundsätzlich will ich mich von Eisenstadt nach Sopron bzw. Ödenburg – der eigentlichen Hauptstadt des Burgenlands ;) – bewegen wollen, um dort im Hotel Wollner zu nächtigen. Auf dem Weg liegt Siegendorf bzw. Cindrof, der Heimatort der Tamburica unserer Hochzeitsfeier. Vielleicht könnten das –verbunden mit einem Konzertbesuch – zwei Wanderetappen nächstes Frühjahr werden; vielleicht sogar Paul allererste Fahrradtour-Etappen.